Was bleibt vom musikalischen Ausdruck, wenn Algorithmen immer mehr Entscheidungen übernehmen? Matthias Kulcke untersucht, welche Rolle sogenannte KI im kreativen Prozess spielen kann – und wo aus technischer Möglichkeit noch keine künstlerisch sinnvolle Entscheidung wird.
Statt digitale Verfahren grundsätzlich gegen menschliche Kreativität zu stellen, fragt Kulcke, wie Algorithmen bewusst als Werkzeuge eines weiterhin menschlich verantworteten musikalischen Ausdrucks eingesetzt werden können. Theorie und begriffliche Reflexion verbindet er dabei mit praktischen Experimenten: Mit frei verfügbarer Software können Leser:innen algorithmische Prozesse selbst nachvollziehen, verändern und für die eigene musikalische Arbeit nutzen.
So entsteht ein technologiezugewandter, zugleich kritischer Beitrag zur aktuellen Debatte über KI, Kreativität, Urheberschaft und die Zukunft des Musikmachens.
Zum Autor
Dr. Matthias Kulcke ist Wissenschaftler, Musiker und Musikpädagoge. Er leitet die Musikschule Glückstadt und ist Mitglied im Präsidium des Landesmusikrats Schleswig-Holstein. In seiner wissenschaftlichen und künstlerischen Arbeit beschäftigt er sich unter anderem mit digitalen und algorithmischen Verfahren in Musik, bildender Kunst und Architektur.
Daten & Fakten
Geplant für das 2. Quartal 2027, Klappenbroschur, ca. 300 Seiten, 29,90 Euro, ISBN 978-3-911367-11-0
vorläufiges Cover.